Legende der Highlands in Schottland

Highlands Schottland 1

Bei unserer Reise nach Edinburgh sind wir auch einen Tag in die Highlands gefahren. Bis dahin hatten wir Glück mit dem Wetter in Schottland – es war „warm“, teilweise leicht bewölkt, aber trocken. Ausgerechnet genau an dem Tag, an dem wir in die Berge fuhren, fing es natürlich an zu schütten 🙁 . Nix mit Fotos. Alles voller Regentropfen und die Sicht war entsprechend.

Highlands Schottland Glen Cloe Three Sisters

Glen Coe : Three Sisters

Zu den schönsten Bergen in den Highlands gehört das Glen Coe Gebirge (Gleann Comhann) mit drei fast identischen Hügeln, die man auch  Three Sisters nennt. Trotz des Regens waren wir ordentlich beeindruckt. Bei gutem Wetter muss es unglaublich schön sein, hier ein paar Wander-Spaziergänge durch die Landschaft zu machen.

Highlands Schottland Glen Cloe Three Sisters

Die traurige Legende der Highlands

Die Schotten nennen das Tal auch Gleann Comhann „Tal der Tränen“, da hier 1692 eine der traurigsten „Schlachten“ ihrer Geschichte stattfand.
Im Glen Coe lebte der Clan der MacDonalds. Als der katholische König James (auf Deutsch Jakob?) von dem protestantischen König William enthront wurde und ins Exil fliehen musste, erhoben sich die Bewohner der Highlands gegen William. Dieser bot den Clans eine Amnestie an, wenn sie ihm bis zum 1. Januar 1692 Loyalität versprachen. Der Clan der MacDonalds gehörte jedoch zu den treuesten Anhängern des King James‘ (Jakobiten) und zögerte. Man benachrichtigte James im Exil und bat um Erlaubnis, die geforderten Papiere zu unterzeichnen. Um ein Massaker zu verhindern stimmte der exilierte König der Unterzeichnung zu. Maclain, Anführer der MacDonalds, zögerte bis zuletzt und ritt schließlich kurz vor Ablauf des gesetzten Ultimatums, in tiefstem Winter, bis Fort William. Dort war der entsprechende Staatsekretär, der die Unterschrift annehmen sollte jedoch nicht mehr anzutreffen. Maclain musste bis Argyll weiterreiten und konnte den Vertrag erst mit 3 Tagen Verspätung  unterzeichnen. Man sicherte ihm aber zu, dass seinen Leuten nichts geschehen werde.
Der Clan der Campbells, die einen Berater am Hofe des Königs hatten, standen sich nicht sonderlich gut mit den MacDonalds und überredeten William ein Exempel für die Verspätung zu statuieren und den aufsässigen Clan zu bestrafen.

Da in den unwirtlichen Highlands Gastfreundschaft groß geschrieben wurde, und man jedem vorbeiziehenden  Unbekannten Obdach anbot, machten sich die Campbells diesen Brauch zu Nutze und sandten in Zivil gekleidete Soldaten in das Tal. Die MacDonalds nahmen sie zwölf Tage lang in ihren Häusern auf, gaben ihnen zu essen und zu trinken, und man spielte Karte miteinander.  Auf ein Zeichen sollten die Soldaten in der Nacht alle Bewohner umbringen. Einige Soldaten warnten ihre Gastgeber rechtzeitig, so dass diese in die Berge flüchten konnten. Alle anderen wurden teilweise noch in den Betten ermordet. Von den Geflüchteten überlebten nur wenige die eiskalte Winternacht – die meisten erfroren in den Bergen, so dass der Clan der MacDonalds fast ausgerottet wurde.

Highlands Schottland
Noch heute pilgern jedes Jahr am 13. Februar Angehörgie des Clans zu einem Denkmal, das zu Ehren Maclains errichtet wurde, und hinterlgen dort eine Krone.

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Und weil es hier so unglaublich schön ist, wurden natürlich auch Filme wie Der Highlander, Rob Roy, Bravehart und sogar Harry Potter genau hier in den Bergen gedreht!

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