Castelvecchio : Die Burg der Herren della Scala

Die Burg der Herren della Scala

Die Anlage des Castelvecchio wurde im 14. Jahrhundert unter Cangrande (dem „Großen Hund„) errichtet. Ein Teil der schon bestehenden Stadtmauer wurde dabei einfach in den massiven Backstein-Baukomplex integriert.

Verona Castelvecchio und Ponte Sacagliero Skaglierbrücke

Cangrande II. gehörte zur Familie della Scala (Scaglier), die damals über Verona herrschte. Cangrande galt als grausamer und tyrannischer Herrscher. Zur Festungsanlage gehörte auch eine massive Brücke über die Etsch, die Ponte Scaligiero, die einen Fluchtweg aus der Burg sichern sollte. Man spottete, dass die Brücke dem verhassten Scaglier wohl eher die Flucht vor seinen Untertanen, den Einwohnhern Veronas, als vor Feinden sichern sollte.

Verona Castelvecchio und Ponte Sacagliero Skaglierbrücke

Cangrande  – der übringens eigentlich Francesco della Scala hieß- regierte nur kurze Zeit. Schon bald wurde er ermordet und nur wenige Jahrzehnte später wurde die Herrschaft der Herren della Scala von anderen Machthabern, wie Venizianern, Franzosen und Österreichern abgelöst, die jeweils diverse Änderungsbauten an der „alten Burg“, nach dem aktuellen Stil ihrer Epoche vornahmen. Napoleon liess sogar ein Fort im Innenhof einrichten und die Zinnen schleifen. Erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde im Castelvecchio ein Museum eingerichtet.

 Ponte Sacagliero Skaglierbrücke

 

Die Ponte Scagliero besteht aus massiven Backsteinen, der Entwurf dazu stammt wahrscheinlich von Guglielmo Bevilacqua. Insgesamt ist die Scalgiero Brücke 133 m lang und 7,55 m breit und hat jahrhundertelang den Unwettern und stürmen getrotzt.Im Zweiten Weltkrieg wurde sie jedoch völlig zerstört und musste originalgetreu wieder aufgebaut werden.

Verona Castelvecchio Turm und Ponte Sacagliero

Auf der Stadtseite der Festungsanlage kann man noch die ehemalige Zugbrücke erkennen.

Verona Castelvecchio Zugbrücke und Ponte Sacagliero

Im Innenhof des Museums erhebt sich eine Kopie des berühmten Reiterstandbildes von Cangrande II. Das besondere an dieser Statue ist das bösartige Grinsen des Herrschers. Schlauerweise ist das Standbild aber so aufgestellt, das man von unten  nur die Rückseite sieht. Um Canegrande ins Gesicht sehen zu können hätten wir Eintritt zahlen und ins Museum gehen müssen – dafür blieb aber dieses Mal keine Zeit. Vielleicht beim nächsten Besuch.

 

Verona Castelvecchio Cangrande
Reiterstandbild Cangrande (Nachbildung, Original steht bei den Scaliger Gräbern)

Cangrande Reiterstandbild

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