Das WDR-Reiseformat „Wunderschön!“ entführt das Fernsehpublikum immer wieder an ganz besondere Orte. Wie schon vor 10 Jahren durfte ich auch in der neuen Folge über die Costa Brava das Drehteam begleiten. Anders als damals war es dieses Mal nicht Andrea Grießmann, sondern Ramon Babazadeh, der als Moderator die wilde Küste kennenlernen wollte.
Erinnerst du dich an die Sendung?
Dreharbeiten 2016

Wunderschön Costa Brava 2026
Mehrere Tage sind wir an der Costa Brava hoch- und runtergefahren und haben viele tolle Menschen getroffen, mit denen Ramon gesprochen hat. Was ich an dieser neuen Reise besonders gut finde, ist, dass die Costa Brava nicht nur als Urlaubsziel gezeigt wird, sondern, dass das zentrale Thema ein Blick auf den Lebensraum Costa Brava ist, auf die Menschen und die tief verwurzelten Traditionen.





Es werden kleine Familienbetriebe vorgestellt, Menschen die ihre Heimat lieben und viel Natur. Denn wenn die wilde Küste eines kann, dann das, mit ihrer Naturschönheit bezaubern. Und so bummelt Ramon mit Esther durch historische Dörfer wie Pals, klettert mit Albert und Sandra an den rauen Klippen von Sant Feliu de Guíxols entlang, liest mit Josep süße Trauben und lernt von Marta, wie ein echtes Tomatenbrot zubereitet wird.
Ich bin sehr dankbar, dass es dem Drehteam gelungen ist, typisch katalanische Bräuche und die tiefe Verbundenheit der Menschen mit ihrer Region so liebevoll einzufangen. Der Film zeigt, dass die Costa Brava nicht nur wild und schön, sondern gleichzeitig auch aufregend und andächtig sein kann.



Am Cap de Creus, dem nordöstlichen Zipfel der Iberischen Halbinsel, wo die letzten Hügel der Pyrenäen im Mittelmeer versinken, trifft er meine liebe Freundin Mercè und Stadtführerin Anelia (Rutes Cadaques). Der junge Schäfer Victor erklärt, warum seine Schafe so wichtig für die Naturlandschaft sind und kurz vor Tossa entdeckt Ramon gemeinsam mit Lukas und Lluís (vom Hotel Tarull) bei einer Radtour die Schönheit der Korkeichenwälder.




Eines der Highlights war für mich Ramons Besuch bei den Marrecs de Salt, bei Girona. Es ist einfach faszinierend, mit den kleinen und großen Menschen, die in ihrer Freizeit Menschentürme bauen, zu sprechen, die Philospohie und die Gemeinschaft zu entdecken, die hinter diesen waghalsigen, akrobatischen Akten stehen, und sie schließlich auch noch live mitzuerleben. Ramon durfte sogar mithelfen und war glaube ich auch ziemlich beeindruckt.


Auch das Thema Kulinarik darf natürlich nicht zu kurz kommen. Da sich weite Reisfelder rund um das hübsche mittelalterliche Dörfchen Pals erstrecken, haben wir Reisbäuerin Ariadna einen Besuch abgestattet und durften bei Genís Moreno, einem meiner absoluten Lieblingsköche, im Hostal Ses Negres in die Kochtöpfe gucken und ein typisches Reisgericht probieren. Das kleine Hotel in der Bucht Sa Riera bei Begur ist übrigens mein ganz persönlicher Hoteltipp (also nicht weitersagen ;-)) und das nicht nur, weil ich total verliebt in Genís Küche bin. Célia ist einfach eine perfekte Gastgeberin und schafft es, dass man sich bei ihr sofort zu Hause fühlt.




Ramon, Joshua und Paul mit seinem Kamera- und Tonteam, ist es mit dieser Folge „Wunderschön!“ gelungen, die Costa Brava so einzufangen, wie ich sie erlebe. Es waren viele Stunden harte Arbeit, aber ich bin dankbar, dabeigewesen sein zu dürfen. Ich hoffe sehr, dass diese Sendung mehr als nur Fernweh weckt, dass sie dazu einlädt, genauer hinzusehen, achtsamer zu reisen und die Schönheit der Costa Brava im Einklang der Natur und Kultur zu erleben.

Ein großer Dank geht an Ramon, nicht nur für den achtsamen Umgang mit seinen Mitmenschen, seine Geduld und seine Bereitschaft, sich in unbekannte Abenteuer zu stürzen – und damit meine ich nicht nur die Klettertour an den Klippen. Sondern auch dafür, dass er vom ersten Moment an versucht hat, ein paar Brocken Katalanisch zu lernen. Zwei, drei kleine Sätzen zur Begrüßung öffnen nämlich schnell die Herzen der Einheimischen – und ich bin sicher, das ist nicht nur hier so.

Linkliste für die Costa Brava
Den ganzen Film Wunderschön – Costa Brava findest du natüorlich nicht nur in der ARD Mediathek, sondern auch auf youtube.
- Vermietung von Rädern in Tossa de Mar: Lukas oder – kommt zwar nicht im Film vor, ist aber ebenfalls ein sehr guter deutschsprachiger Radtourenanbieter: trekandride.com
- Lluís Soler (spricht perfekt Deutsch) betreibt ein kleines Hotel in Tossa de Mar
- Via Ferrata – Sant Feliu de Guíxols, richtige Ausrüstung und Guide gibt es bei Aventura Experience
- Mercè und Anelia führen durch Cadaqués und im Kajak um das Cap de Creus inuakayak.com
- Weine, Käse und Olivenöl – rundum ökologisch und nachhaltiges Weingut: La Vinyeta
- Je nach Jahreszeit auch dort zu finden: Victor, Schäfer aus Überzeugung
- Gut essen, aber auch wunderbar ruhige Tage in einer traumhaften Bucht von Begur verbringen kann man im Hostal Ses Negres.
- Den Marrecs darf man gern beim Training zusehen und dabei mehr über die Castells, die Gemeinschaft der Menschentürme, erfahren
- Korkprodukte von Jaume Llenas, ein tolles Museum zum Thema Kork gibt es in Palafrugell
- Stadtführungen durch Pals kann man hier buchen
- Außer Terra de Pagès, dem noch jungen Betrieb von Ariadna und Oriol, kann man auch den Hof ihrer Eltern Arros d’Estany de Pals besuchen und dort Reis kaufen.
Leider haben es nicht alle meine Lieblingsorte und Lieblingsmenschen in die Sendung geschafft. Laut Vorgabe des Senders durfte sich nämlich nichts wiederholen, wie zum Beispiel Camí de Ronda, Palafrugell und das Hotel-Restaurant Casamar oder eben alle Dörfer, die schon damals vorgestellt wurden, was also quasi alle waren. Nur Cadaqués konnte bleiben. Auch der Campingplatz Cala Pola bei Tossa, auf dem wir die ersten 2 Nächte verbracht haben, hat es leider aus rein drehtechnischen Gründen am Ende nicht in den Film geschafft. Nichtsdestotrotz eine echte Empfehlung!

Und natürlich zum Nachlesen mein Reisehandbuch aus dem Reisedepeschenverlag:

Suchbild
Dieses Mal war ich nur hinter der Kamera dabei – außer in den paar Momenten, wo ich am Rande versehentlich durchs Bild laufe (Sorry Paul!). Für alle, die ganz genau hinsehen: Hast du mich entdeckt?



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