Similan Islands – ein Paradies

Für unseren Ausflug zu den Similan Islands musste ich -mal wieder total verschlafen- morgens um sieben mit dem Sammeltaxi zum Hafen fahren. In Khao Lak selbst gibt es keinen Anleger, also ging es zu einem Pier irgendwo im Nachbardorf.

similan Islands Diving - Felsen Bucht

Nachdem wir schon auf Kho Tao im Golf von Thailand getaucht waren, wollten wir natürlich unbedingt auch sehen, wie die Andamanensee denn so Unterwasser aussieht. Die Similan Islands sind ein ziemlich bekannter und beliebter Tauchspot, weit vor der Küste gelegen. Da man zu diesem Marine- Nationalpark aber nicht so ohne Weiteres hinkommt, haben wir uns zwei Tage auf einem Tauchboot (wohlgemerkt keine Kreuzfahrt oder so) eingemietet. Mit einem Speedboot, das seinem Namen alle Ehre gemacht hat, sind wir gut eine Stunde unterwegs. Gut durchgerüttelt, kommen wir am Tauchboot an. Ich wundere mich nicht mehr darüber, dass hier gelbe Pillen gegen Seekrankheit wie Smarties verteilt werden.

Die Taucher, die schon eine Nacht auf dem Boot verbracht haben, berichten mit Stolz geschwellter Brust, beim frühmorgendlichen Tauchgang um halb 7, also sogar noch vor dem Wachwerden, einen Walhai gesehen zu haben. Bohhhh, diese Angeber! Am liebsten würde ich gleich sofort jetzt ins Wasser springen um vielleicht noch eine Blick auf diesen majestätischen Giganten zu werfen. Bis wir endlich gegen 11 instruiert und in alle Regeln an Bord eingeweiht sind, ist er natürlich längst über alle Berge! Als wir endlich ins Wasser dürfen, gibt es dafür aber jede Menge Mantas! Immerhin. Gleich vier kommen bei einem einzigen Tauchgang ganz in unsere Nähe, fast schon ein wenig zu nah…

Similan Islands Diving - Scuba Tauchen

Taucher sind zwar eigentlich fast nie als solche zu erkennen, also vor dem Tauchen mein ich, denn es gibt junge und alte, dicke und dünne, total crazy oder eben total normal, Männer und Frauen, aber die Nicht-Taucher erkennt man sofort! Da man auch Schnorchelausflüge auf dem Boot machen kann, sind auch Pärchen an Bord, von denen nur jeweils einer taucht und der andere ziemlich offensichtlich eine Heidenangst vor Wasser hat. Kann ja passieren. Aber alles ist gut geplant, denn wenn die Nicht-Taucher, die am ersten Tag total ängstlich und verunsichert über das Deck huschen, von ihrem ersten Schnorchelausflug zurück sind, strahlen sie genauso wie ihre tauchenden Partner. Dann wird sogar gewetteifert, wer mehr oder bessere Fische und Schildkröten gesehen hat!

Die kleinen Eilande der Similan Islands kann man nämlich auch mit einem kleinen Schlauchboot vom großen Tauchboot aus anfahren. Dort werden Felsen beklettert, am Strand gesonnt oder eben geschnorchelt. Manche der Felsen sehen echt komisch aus. Entweder wie von Götterhand auf die Insel gepflanzt oder wie ein Tier. Dann heißen sie natürlich auch so Elephant Rock,  Eagle Rock, usw.

Similan Islands Diving - Insel Felsen

Getaucht wird in kleinen Gruppen. Wir sind 4, Chris, Dumdum, der Schatz und ich. Dumdum ist aus China und sein Name wird natürlich total anders geschrieben, aber meine Tastatur kann kein Chinesisch. Ich auch nicht. Aber das ist auch nicht so wichtig, denn eigentlich will ich Euch nur kurz eine Geschichte erzählen. Also, grundsätzlich trifft man unter Tauchern recht wenig Chinesen, die haben es nicht so mit dem Wassersport ganz allgemein. Sehr viele Chinesen können auch nicht schwimmen. Dumdum konnte auch bis vor Kurzem nicht schwimmen, hatte sogar tierisch Angst vor Wasser. Niemals ging er weiter ins Meer oder Schwimmbad als bis zum Bauchnabel, wollte aber unbedingt Tauchen lernen. In Malaysia hat er einen Tauchkurs für nicht-schwimmende Asiaten gemacht. Dabei werden die Schüler von den Tauchlehren wohl irgendwie an der Flasche festgehalten, bis sie sich selbst tarieren können. Dumdum konnte also irgendwann tauchen aber immer noch nicht schwimmen. Es hat noch ein Jahr länger gedauert, bis er sich mit viel Geduld und gutem Zuspruch des Tauchlehrers endlich ohne Atemregler ins Wasser getraut hat. Und jetzt solltet Ihr mal den perfekten Buddha sehen, den er unter Wasser hinlegt! Da kann ich nur neidisch werden!

Similan Islands Diving - Anemone

Similan Islands Diving

Der Tagesablauf an Bord besteht nur aus Tauchen und Essen. Ganz mein Geschmack. Es wird vor dem Frühstück getaucht, nach dem Frühstück, nach dem Mittagessen und dann noch mal am Nachmittag. Der Nachtdive fällt ausgerechnet in der Nacht, die wir auf dem Schiff sind, aus. Warum weiß ich auch nicht. Aber egal, ich wär wohl eh unter Wasser eingeschlafen. Dafür gibt es Essen wie in einem 4 Sterne Restaurant! Unglaublich was da in der kleinen Kombüse gebrutzelt wird! Super lecker und reichlich von Allem! Ich hab sogar gelernt, wie man sagt, dass es einem sehr gut geschmeckt hat: a-roi mahk mahk . Ist wahrscheinlich nicht gerade Shakespeare, aber die Köchin hat mich glaub ich verstanden. Die Crew verbringt den ganzen Sommer auf dem Schiff. Hammer! Ich würd irgendwann Platzwahn kriegen. Aber die waren alle total gut drauf, megafreundlich, hilfsbereit und haben untereinander ordentlich Spaß gehabt! Den hatte ich natürlich auch! Als wir vom Speedboot wieder abgeholt werden, bereue ich es echt, nicht noch einen Tag mehr gebucht zu haben :-(.

Similan Islands Diving - Essen

Similan Islands Diving - Tauchen

Nützliche Infos zu Similan Islands Tauchspots:

Tauchseiten:
www.scubacat.com
www.divetheworldthailand.com

Unser Tauchboot:
Seven Sea Club

 

Similan Islands Diving -

Similan Islands Diving

Similan Islands Diving - Manta Tauchen

Similan Islands Diving - Insel Felsen

Similan Islands Diving - Strand

Similan Islands Diving - Auftauchen

Similan Islands Diving Tauchboot Ausruestung

Similan Islands Diving - Crew 

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