Treffen in der Tapas Bar

Spanien ist ja berühmt für Tapas. Auch in Barcelona gibt es natürlich ein paar Bars, in denen sehr leckere Tapas serviert werden. In einer davon war ich heute: Bar Cañete im Raval. Und das kam so …

Bar cañeta TApas Barcelona

Raval ist neben dem Born-Viertel mein anderer Lieblingsstadtteil Barcelonas. Lange war die Gegend um die Rambla del Raval verrufen, ein Hafenviertel mit dunklen Bars und vielen Prostituierten eben. Aber wenn man lange auf Sankt Pauli gelebt hat, ist es im Raval wie Zuhause, nur eben mediterraner und wärmer.

Zu den Olympischen Spielen 1992 wurde ganz Barcelona umgekrempelt. Viele der Umstrukturierungen und Umbaumaßnahmen betrafen damals vor allem die Altstadtviertel. Seither ist viel passiert und der Raval hat sein Schmuddelimage längst verloren. Schon seit Jahren leben viele Studenten, Künstler und Freiberufler hier. Es gibt nette, kleine Secondhandläden, in den man Klamotten nach Gewicht kaufen kann und nette Bars, die weder schmuddelig noch schickimicki sind (zum Beispiel Mme Jasmine oder La Confiteria).

Artischocken Tapas Barcelona
Tapas Auberginen mit Honig Barcelona

Zum Kennenlernen und Tapas essen bin ich also heute im Raval verabredet: mit Lucia, Elisabet und Alon von Only-Apartments, einer katalanischen Firma, die sich darauf spezialisert hat, günstige Apartments in Barcelona und mittlerweile auch im Rest der Welt zu vermitteln. Wir treffen uns unten an den Drassanes und gehen zu Fuß ein paar Meter weiter, zur Carrer Unió. Hier liegt etwas versteckt eine Tapasbar mit Geschichte: El Cañete. In weiße Uniformen gekleidete Kellner und Kellnerinnen flitzen emsig umher. Wie gut, dass Lucia uns einen Platz am Tresen reserviert hat. Auf der Karte stehen neben ein paar traditionellen Gerichten vor allem Tapas: Meeresfrüchte, Fisch, Fleisch, Kroketten, …

Meeresfruechte Tapas

In der kleinen Vitrine vor mir kann ich sehen, dass alles megafrisch ist. Direkt vor meinen Augen werden die Tapas sehr lecker zubereitet. Die Wahl fällt uns nicht leicht, aber schließlich entscheiden wir uns für ein paar Artischocken, Bohnen, Auberginen mit Honig, pan con tomate und noch ein paar andere Leckereien. Leider schaffe ich es nicht, mich durch die ganze Karte zu futtern, aber alles was ich probiert habe, war echt köstlich.

Tapas Barcelona Pan con tomate

Während wir also die feinen Delikatessen naschen, erzählt Elisabet wie sie und Alon eigentlich dazu gekommen sind, Apartments zu vermieten. Eigentlich sind die beiden Gründer der Firma nämlich von Haus aus Architekten.

Also im Grunde genommen, war das eher ein Zufall, – fängt sie ihre Geschichte an. Es begann damit, dass ich mein eigenes Apartment vermieten wollte. Und zwar an Leute, die nicht unbedingt in einem Hotel übernachten wollten. Es sollte eine Alternative zu den traditionellen Urlaubsunterkünften sein. Damals, 2003, waren wir eine der ersten Webseiten, die so etwas überhaupt anboten.

Schnell fanden Freunde Gefallen an der Idee und baten Elisabet und Alon, sich doch bitte auch um die Vermittlung ihrer Apartments zu kümmern. Und das taten die beiden dann auch. Sie putzten die Wohnungen, vereinbarten die Termine und machten die Schlüsselübergabe. Irgendwann war das alles neben dem eigentlichen Job als Architekt gar nicht mehr zu schaffen und die ersten Leute wurden eingestellt. Die Zahl der Apartments wuchs und wuchs. Was mit einer Handvoll Wohnungen im Raval begann, hatte sich innerhalb weniger Jahre zu einer internationalen Website entwickelt: Mittlerweile gibt es Only-Apartments in 20 Sprachen!

only-apartment-team

Wir reden noch lange über das Reisen, über Berlin und Barcelona und darüber wie wichtig – und spannend – Sprachen sind. Die Zeit vergeht wie im Flug. Natürlich darf ich auch noch einen Blick ins Büro werfen. Das liegt nämlich auch im Raval und ist mega leicht zu finden. In dem einzigen Hochhaus des ganzen Viertels, im 15. Stock liegen die Geschäftsräume der Firma. Ich beneide Elisabet, Lucia und Alon um diesen Ausblick! Die Aussicht von dort oben ist einfach phänomenal! Ich glaube ich würde den ganzen Tag nur aus dem Fenster gucken, wenn ich hier arbeiten würde 🙂

Aussicht auf Hafen Barcelona

Und damit Ihr die leckeren Tapas auch findet, hier die Adresse:

BAR CAÑETE
Carrer Unió 17,
08001 Barcelona
Website: barcanete.com
#soycañetero

Tipp: Unbedingt einen Tisch oder einen Platz am Tresen vorher reservieren. Sonntags ist geschlossen. Ganz billig ist die Delikatessenküche nicht, aber wirklich lecker!
Dieser Artikel ist übrigens nicht gesponsort, sondern ganz allein auf meinem Mist gewachsen 🙂

bar cañetas barcelona tapas

2 Comments

  • Sieht alles furchtbar lecker aus! Was mir an Tapas so gut gefällt ist, dass man so viele unterschiedliche Leckereien probieren kann, es ist ein geselliges Essen. Viel schöner als ein großer Teller mit einem Gericht vor dem man dann steif sitzt und mümmelt (na ja, kann natürlich auch anders sein…).
    Nicht wahr, Sprachen und Reisen gehören zusammen? Und Essen und Reisen! Sonnige Grüße aus dem verschneiten Münsterland! Jutta

    • Stimmt Jutta! Tapas sind mehr als nur „Essen“ … es geht auch darum mit Freunden zusammen zu sein, zu lachen und zu reden … und nach mehreren Bierchen oder Weinchen ist auch egal in welcher Sprache 🙂

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