Kroatien: Camping an den Plitwitzer Seen

Mit dem Wohnmobil nach Kroatien:

Anfang September soll es wieder losgehen, mit dem Wohnmobil nach Kroatien. Einen Tag vor unserer Abfahrt gehen wir noch schnell mit dem Womo auf die Waage, vorsichtshalber. Die Waage zeigt 3470 kg. Wir sind also nicht überladen und haben ein Sicherheitspolster von 30 kg. Vollgetankt geht es los.

Schon nach wenigen Kilometern geraten wir in den ersten Stau, ein Alptraum für alle Menschen mit schwacher Blase! Aber zum Glück haben wir im Wohnmobil unser eigenes  Klo dabei – manchmal ein Geschenk des Himmels. Nach einigen Staus und einem Tankstopp in Nürnberg erreichen wir gegen Abend unser erstes Etappenziel, einen kleinen Wohnmobilstellplatz in Wolnzach, kurz vor München. Dieser kleine, aber feine und sogar kostenlose Stellplatz befindet sich neben einem Hallenbad und ist sehr ruhig gelegen.

Gut ausgeruht fahren wir am nächsten Tag gleich nach dem Frühstück weiter Richtung Österreich. Hinter der Grenze machen wir unsere erste Pause auf dem Landzeit-Rastplatz bei Eben. Der Platz hat sogar freies Wlan. Von dort aus geht es weiter über die Tauern-Autobahn und den Karawankentunnel bis nach Bled in Slowenien.

Der Campingplatz in Bled:

Bled Slowenien Camping

Bled Slowenien Camping

Am Nachmittag erreichen wir den Campingplatz Bled. Der Blick über den See mit der Insel und der Burg ist grandios. Mit einer kleinen Bimmelbahn machen wir eine Rundfahrt. Weil wir am nächsten Tag noch eine lange Strecke bis zu den Plitwitzer Seenvor uns haben, gehen wir aber früh zu Bett.

Da die Küstenstraße nach Ljubljana wegen der schmalen Fahrbahn, den fehlenden Leitplanken und dem starken LKW-Verkehr nicht ganz ungefährlich ist, verzichten wir auf die schöne Aussicht über die Adria und nehmen stattdessen die Autobahn nach Dubrownik, in Richtung Zagreb. Es ist nur noch ein kurzer Weg bis zur Abfahrt Karlovac, so dass wir schon am späten Nachmittag den Campingplatz Korana in der Nähe des Nationalparks Plitwitzer Seen erreichen.

Campingplatz Korana – Plitwitzer Seen:

Plitwitzer Seen Camping Korana - Kroatien

Plitwitzer Seen Camping Korana - Kroatien

Der Platz ist sehr schön und weitläufig angelegt. Leider gibt es Wlan nur in der Nähe des Rezeptionsgebäudes. Wir erkunden den Platz kurz mit dem Fahrrad und planen einen Wanderausflug zu den Plitwitzer Seen. Als wir am nächsten Morgen an der Haltestelle der Shuttle-Busse, die direkt zu den Seen fahren ankommen, warten dort schon viele andere Reisende mit Rucksäcken und Wanderstöcken. Teilweise erinnert die Kleidung einiger Leute an die Abenteuer aus dem Film Indiana Jones

Die Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

Nach circa fünfzehn Minuten Fahrt erreichen wir den Nationalpark. Über hölzerne Bohlenwege und verschlungene Pfade, geht es aufwärts zu den oberen Seen. Das letzte Stück können wir mit einer kleinen Diesellok fahren. Vom oberen See wandern wir dann über Knüppelpfade und schmale Waldwege langsam an den Ufern und Wasserfällen talwärts. Das Naturschauspiel der Wasserfälle, die Seen mit kristallklarem Wasser und die darin lebenden Fischen sind überwältigend schön.

Kroatien Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

Vom Laufen über Stock und Stein tun uns langsam die Füße weh. Statt auch den letzten See noch komplett zu umwandern, nehmen wir lieber eine Abkürzung. Es gibt nämlich die Möglichkeit, mit einer Fähre überzusetzen! So machen wir auch noch eine kleine Bootsundfahrt. Alles in allem, ein wunderschöner Tag! Als wir dann am späten Nachmittag im Wohnmobil die Beine hochlegen, sind wir doch froh und gönnen uns frischen Kaffee mit leckerem Kuchen.

Unser nächstes Ziel ist der „Campingplatz Strasko“ auf der Insel Pag. Wir passieren den Tunnel Sveti Rok im Velebit-Gebirge und machen auf der Raststätte „Marune“ eine kurze Pause. Der Rastplatz ist der höchstgelegene Punkt unserer Route zur Insel Pag. Wir genießen den wunderbaren Blick auf die blaue Adria mit den vielen, kleinen Inseln. Dann geht es fast nur noch bergab. Eine große Bogenbrücke verbindet Pag mit dem Festland. Von dort aus sind es noch fünfundvierzig Kilometer auf schmalen, aber gut ausgebauten Straßen. Der Weg führt an kargen Landschaften, an einsamen Häusern und wunderschönen Buchten vorbei.

Campingplatz Pag:

Camping Kroatien Pag Strasko

Nach einer Stunde Inselhopping erreichen wir den Campingplatz Strasko, den wir schon vom letzten Jahr kennen. Dieses Mal ist allerdings viel mehr los. Besonders die begehrten Stellplätze direkt am Wasser sind schon alle belegt. Wir stellen uns also erst einmal auf den nächstbesten Platz, um später in Ruhe zu suchen. In den nächsten Tagen wird es zusehends leerer, so dass wir bald auch einen Platz am Wasser haben. Die Stellplätze sind relativ groß und haben neben Strom- Wasser und Abwasser sogar einen Fernsehanschluss. Über ein freies Wlan können wir im Internet surfen. Was will man mehr? Wir füllen also unseren Kühlschrank im WOMO auf und richten uns ein. Der Urlaub kann beginnen!

Camping Kroatien Pag Strasko

Camping Kroatien Pag Strasko

Der Campingplatz, der bis Ende August völlig ausgebucht ist, und an dessen Badestrand es vor lauter Menschen nur so wimmelt, ist im September herrlich leer. Luft- und Wassertemperaturen sind zu dieser Jahreszeit angenehm. Nach dem morgendlichen Bad in der Adria kann man Radtouren unternehmen, oder mit einer kleinen Bimmelbahn, die im Stundentakt nach Novalja fährt, einen Hafenbesuch unternehmen, um dort ein wenig zu flanieren. Die Abende verbringen wir oft mit Spaziergängen am Strand oder beobachten, wie die Sonne hinter den Inseln langsam im Meer versinkt.

Camping Kroatien Pag Strasko

Leider vergeht die Zeit viel zu schnell und wir müssen uns von unseren Freunden, die zwei Wochen mit uns auf dem Campingplatz verbracht haben, verabschieden. Das Wetter hat sich inzwischen etwas abgekühlt und es fängt an, zu regnen. Das macht uns den Abschied von der Insel aber wenigstens etwas leichter. Weil wir schon früh morgens die Heimreise antreten wollen, findet die Abschiedsparty vorsichtshalber schon an unserem vorletzten Abend statt. Trotz des Aufbruchs am frühen Morgen stehen unsere Freunde um sieben vor der Tür, um uns zu verabschieden. Wir treten die Heimfahrt an.

Ohne Probleme, nur mit kurzen Stopps, fahren wir bis Österreich durch. Im Flachauwinkel, nahe der Tauernautobahn, gibt es eine abgelegene Jausenstation. Gegen eine geringe Gebühr oder einen „Verzehr“ kann man dort übernachten. Die Straße dorthin ist allerdings sehr schmal und für viele „Dickschiffe“ nicht geeignet. Nachdem wir das obligatorische und sehr leckere „Steirische Kürbiskernschnitzel“ und zwei große Weizenbiere verzehrt haben, ziehen wir uns nach der langen Fahrt in unser gemütliches Wohnmobil zurück. Am nächsten Morgen werden wir durch lautes Muhen geweckt. Zur Jausenstation gehören nämlich auch Kühe, die einen gern mal aus dem Schlaf holen.

Nach einem leckeren Frühstück überlegen wir kurz, welche Route wir für den restlichen Heimweg nehmen wollen. Wir sind uns schnell einig. Wir werden über Bamberg fahren, aber davon berichte ich ein anderes Mal.

Und noch ein paar Bilder von den Plitwitzer Seen:

Falls Euch die Landschaft bekannt vorkommt – hier wurden einige Szenen der alten Winnetou Filme gedreht! Sieht aus wie „Der Schatz im Silbersee“, oder?

Kroatien Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

Zum Nachreisen – Infos und Adressen der Womo-Stellplätze und Campingplätze in Kroatien und Slowenien:

Camping Korana Plitwitzer Seen
HR-47245 Rakovica
Čatrnja b.b.
Kroatien
Tel: +385 (0)53 751 888
Mail: info@np-plitvicka-jezera.hr
Web: www.camping.hr/de/campingplatze/korana-national-park-plitvice-lakes

Camping auf Pag:
Campingplatz Straško
Trg Loža 1 –
53 291 Novalja
Kroatien
Tel: + 385 (0)53 661 226
Mail: turno@turno.hr
Web: www.campingkroatienpag.de/campingplatz-strasko.html

Campingplatz in Slowenien:

Camping Bled
Kidričeva 10 c
SI-4260 Bled
Slovenija
Tel: +386 4 575 20 00
Mail: info@camping-bled.com
Web: Camping Bled

Kroatien Plitwitzer Seen

Kroatien Plitwitzer Seen

 

6 Comments

  • Hallo, es freut uns dass Sie an den Plitvicer Seen und auf der Insel Pag auf dem Campingplatz Straško eine schöne Zeit verbracht haben. September ist die ideale Zeit zum Campen ohne viel Lärm und Gedränge. Haben Sie auch die restlichen natürlichen Schönheiten in der Region besucht?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Darian

  • Wenn Sie auf der kroatischen Küste Urlaub machen, müssen sie unbedingt die Plitvicer Seen besuchen. Dieser wunderschöne Nationalpark ist ein wahrer Ort, um die unberührte Natur zu genießen, und es ist kein Wunder, dass UNESCO diesen Park als Weltkulturerbe erklärte. Wir waren nicht im Camp Korana, doch wir haben dort gegessen und da ist es wirklich schön. Wir waren in einem Blockhaus in der Nähe des Parks, einer lieben und rustikalen, doch es wr wirklich wunderschön. Auf der Internetseite Ferienwohnung Kroatien www. ferienwohnungkroatien .com haben wir sehr viele interessante Informationen über Kroatien gefunden, als auch über die Inseln. Leider haben wir Pag immer noch nicht besucht, doch wir planen das nächstes Jahr. Wir waren auf Krk und Cres und natürlich Dubrovnik und Split in Dalmatien. Die Fotos sind wirklich beeindruckend, so dass wir glauben, dass sie diejenigen stimuliert, die noch nie hier waren, und sich von der Schönheit selber überzeugen.

  • Danke für den tollen Reisebericht ,werden im Sept. auch die Strecke fahren hat uns neugierig gemacht danke dafür

  • Tönt nach einem wunderbaren Urlaub. Ich kann es kaum erwarten Bled und die Plitvicer Seen endlich selber zu sehen. Die erste Etappe nehme ich Morgen in Angriff – da fahre ich nämlich nach Bled 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.