Survival Guide Barcelona – praktische Tipps

Barcelona – worauf Du unbedingt achten solltest:

1.) Die Sprache:

Barcelona ist zweisprachig, nämlich Katalanisch und Spanisch. Solange man in der Stadt bleibt, reichen ein paar Spanischkenntnisse völlig aus um sich zu verständigen. Auf dem Land kann das schon anders sein. Katalanen sind immer sehr erfreut, wenn man sich wenigstens bemüht, mit ihnen in ihrer Muttersprache zu sprechen und nicht erwartet, dass jeder hier Englisch kann. Aufgrund des langjährigen Sprachkonflikts ist die Frage „Spanisch oder Katalanisch“ noch immer ein aktuelles sozialpolitisches und vor allem ein emotional aufgeladenes Thema. Mit ein paar Brocken Katalanisch zeigt man Interesse und Respekt für die kulturelle Identität der Katalanen und hat sofort alle Herzen gewonnen. Dabei wird allein der Versuch schon sehr positiv aufgenommen. Wenn man allerdings stur darauf besteht, Englisch zu sprechen, können die Katalanen einen auch ganz gut ignorieren …

Guten Tag, Guten Morgen: bon dia
Danke: gràcies, merci
bitte : si us plau
Tschüss: Adeu

 

2.) Bei großer Hitze, ab an den Strand

Strand - Praktische Tipps für Barcelona
Barcelona hat natürlich auch Strand zu bieten. Es gibt gleich mehrere, nette „Playas“, auch mit Musik und Strandbar. Das Wasser ist allerdings nicht überall immer unbedingt sauber. Wenn man mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus nur zwei, drei Dörfer weiter fährt, steigt die Wasserqualität gleich erheblich. In Barcelona selbst wird leider immer noch viel zu viel Dreck ins Meer geleitet. Mein Tipp: Zum Baden lieber raus aus der Stadt, Richtung Norden an die Costa Brava oder Richtung Süden nach Sitges/Castelldefels fahren.

 

3.) Trinkgeld

Als Deutscher ist man es gewohnt, Trinkgeld zu geben. In Barcelona sind Kellner eher nicht an Trinkgelder gewöhnt und leider viel zu oft eher schlecht gelaunt. Das mag daran liegen, dass sie teilweise zehn bis zwölf Stunden für ein kleines Gehalt und mit wenig bis gar keinem Trinkgeld arbeiten. Also ruhig tip geben, wenn Ihr zufrieden seid, die Damen und Herren freuen sich!

Trinkgeld Praktische Tipps für Barcelona

Allerdings funktioniert das typische „Stimmt so“ hier meist nicht. Kellner geben IMMER jeden Cent Wechselgeld raus. Ich habe schon Tausend mal versucht, ihnen das zu erklären, aber mittlerweile habe ich es aufgeben. Es ist wesentlich einfacher, das Trinkgeld einfach als kleines Dankeschön auf dem Tisch oder dem Tresen liegen zu lassen.

 

4.) Fahrrad leihen

Fahrräder Praktische Tipps für Barcelona
Was in deutschen Städten dank der Fahrradwege wunderbar funktioniert, war in Barcelona lange Zeit nicht selbstverständlich. Seit ein paar Jahren kann man aber sogar hier Fahrräder leihen, nur fehlt es oft noch an allem anderen: Es gibt nur wenige Fahrradwege und Autofahrer achten grundsätzlich NICHT auf Radfahrer (Fußgänger übrigens auch nicht). Verkehrsregeln sind für Radfahrer selbst auch eher unbekannt und die Rückgabestellen der Fahrräder sind oft komplett überfüllt, sodass man lange warten muss.

Aber es wird immer besser. Mittlerweile sprießen Fahrradverleihe sogar hier wie Pilze aus dem Boden.

 

5.) Taschendiebe : Achtung pickpockets und Co!

Besonders auf den Ramblas, aber grundsätzlich natürlich überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten, sind Taschendiebe gern unterwegs, um sich ihr Brot zu verdienen. In Barcelona sollte man daher nicht nur um Hütchenspieler einen weiten Bogen machen.  Beim Fotografieren oder einfach nur beim Stehenbleiben und Ansehen der menschlichen Statuen, Pantomimen oder Straßenkünstler also besser auf die Handtasche aufpassen.

Ganz schlimm ist leider die grüne Metrolinie (L3), die unter anderem vom Hafen zur Plaça Catalunya führt. Ein beliebter Trick ist „die Zange“: Beim Einsteigen bleibt einer der Taschendiebe gleich im Eingang stehen und verursacht einen Stau. Von hinten drängeln seine Kollegen nach. Innerhalb von wenigen Sekunden ist der „Stau“ aufgelöst und irgendjemand seine Brieftasche los. Ein anderer beliebter Trick ist „der Stadtplan“: In der voll besetzten Metro breitet jemand einen großen Stadtplan umständlich aus. Unter dem Stadtplan, aus Augenhöhe der in nächster Nähe Stehenden nicht sichtbar, wandern dann Hände in fremde Taschen.

Also Wertsachen nicht unbedingt zur Schau tragen und auf die Taschen aufpassen!

6.) In der Rush Hour zum Flughafen

Wer morgens zwischen acht und neun Uhr oder abends zwischen 18 und 20 Uhr die Bahn zum Airport nehmen will, muss ausreichend Zeit einplanen. Die Bahnsteige und Züge sind zu dieser Zeit brechend voll mit Pendlern und die Züge sind nicht immer pünktlich! Ausführliche Infos zum Flughafen und wie man da hinkommt, bzw. von dort in die Stadt, findest Du hier: Ankunft am Flughafen

7.) Gratis Museen in Barcelona

Darüber schreibe ich dann im nächsten Barcelona-Artikel. Diese Seite ist voll!

Ta taaaaa  – hier ist der Link: 10 Museen gratis in Barcelona

4 Comments

  • Zwischen Flughafen und Plaça Catalunya verkehren sehr regelmässig Shuttle-Busse. Sehr wichtig zu wissen: Zu welchem Terminal muss ich am Flughafen und die Beschriftung am Bus beachten. Die Busfahrt zwischen den Terminals dauert nämlich ca. 20 Minuten.

    • ein paar unschöne Kleinigkeiten gibt es sicher überall – nobody ist ja bekanntlich perfect ;-), aber Barcelona ist schon ziemlich nah dran 🙂

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