Ode an den schottischen Whisky

Was gibt es an kalten Wintertagen Schöneres, als einen honiggelben, rauchigen Whisky langsam und gemütlich vor dem Kamin zu genießen? Na ja ok, ein paar Dinge, die noch schöner sind fallen mir schon ein, aber Whisky steht mit ganz oben auf der Liste.

Single Malt Whisky
Für die Single Malts werde ich den Schotten ewig dankbar sein! Auch die Iren, Amerikaner und sogar die Japaner haben sich ja an der Kunst der Herstellung dieses Tranks versucht, aber die Islay und Highland Whiskys sind schlicht und einfach einzigartig. Das kristallklare Wasser der Berge und das Salz des Meeres spielen dabei sicher eine wichtige Rolle. Wenn das Gerstenmalz beim Trocknungsvorgang dann auch noch Torfrauch ausgesetzt wird, erhält der Whisky eine entsprechend rauchige Note.

Mein absoluter Lieblingswhisky ist daher Lagavulin, einer der rauchigsten Whiskys überhaupt. Nach 16 Jahren liebevoller Hege und Pflege war so ein Fass endlich reif. Entprechend respektvoll sollte man so ein Gläschen auch trinken 🙂 Leider sind die abgefüllten Flaschen dann aber auch anständig teuer. Nachdem es mit der Zeit immer schwieriger wurde eine solche 16 Jahre alte Lagavulin Version zu erstehen, hat sich die Destillerie Anfang der 2000er dazu entschlossen auch einen 12 Jahre alten Lagavulin herauszugeben.

Single Malts haben es ja so an sich, dass sie sehr „Single“ sind, also einen ganz eigenen Charakter haben, der von Fass zu Fass und von Jahr zu Jahr leicht unterschiedlich sein kann. Nix mit Blend und mit anderen Resten mischen! Das hat halt seinen Preis. Schnüff. Etwas günstiger kommt man mit anderen Whiskys davon: Laphroig oder Caol Lila sind ebenfalls Islay Whiskys und angenehm rauchig. Unter den Highland Whiskys sind Glenmorangie, Oban und Tomatin meine Favoriten.

Single Malt Whisky Highlands

Single Malt Whisky

Wenn man den Geschmack eines Whiskys etwas abmildern möchte, kann man ganz vorsichtig, in kleinen Schlückchen, etwas Wasser dazu geben (kein Leitungswasser und auf keinen Fall eisgekühlt! ) Am besten wäre natürlich Wasser aus einem klaren Gebirgsbächlein, aber zur Not tut es auch ein stilles Wasser. Hier in Spanien wird einem Whisky meistens automatisch mit „hielo“, also Eiswürfeln, serviert. Wer Eis in einen Single Malt Whisky gibt, sollte sich mal überlegen, wie man sich nackig im Schnee auf einem Eisberg fühlt. So fühlt sich nämlich der Whisky: Er zieht alle seine Poren zusammen und schüttelt sich vor Kälte. Der warme, goldige Geschmack ist dann hinüber. Wenn man unbedingt Eiswürfel und Whisky zusammen bringen will, dann kann man sich den teuren Single Malt sparen. Ein Blend aus dem Supermarkt tut es dann auch. 🙂

Single Malt Whisky

Wenn ich in Irland oder Schottland unterwegs bin, kann ich mir den Besuch einer Destillerie leider nie verkneifen. Es gibt zum Glück relativ viele, so dass immer eine irgendwie „in der Nähe “ ist. Nur kaufen sollte man den Whisky besser nicht auf den Inseln. Da ist er nämlich leider noch teuer als daheim.  Aber wenn man nur mit Handgepäck unterwegs ist, kann man ja sowieso nix Flüßiges mitnehmen. Leider.

Single Malt Whisky

Also lieber Weihnachtsmann, falls Du noch nicht weißt, was Du mir außer einem neuen, „smarten“ Telefon unter den Weihnachtbaum legen sollst, wäre ein Whisky eine gute Idee 😉

 

 

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